Winter & Schnee: So sichern Betreiber den PV-Ertrag in der kalten Jahreszeit

10. Oktober 2025

Die kalte Jahreszeit stellt Photovoltaikanlagen in der Schweiz vor besondere Herausforderungen. Während die klare Winterluft und tief stehende Sonne durchaus für gute Einstrahlungswerte sorgen können, sind Schnee, Eis und Frost die grössten Gegner einer konstanten Stromproduktion und oftmals auch der Anlage selbst. Wer seine Solaranlage Schnee räumen möchte, muss dabei nicht nur auf Effizienz achten, sondern auch auf Sicherheit, Vereisung und die Besonderheiten des Winterbetriebs. Dieser Artikel zeigt, wie Betreiber ihre PV-Anlage optimal durch den Winter bringen, ohne Risiko und mit einem maximalen Ertrag.

PV-Ertrag im Winter: Potenzial trotz Kälte

Viele glauben, dass Solaranlagen im Winter kaum Strom erzeugen. Doch das stimmt nur teilweise. Zwar sind die Tage kürzer und die Sonne steht tiefer, doch die kalte Luft verbessert die Effizienz der Module. Photovoltaikzellen arbeiten bei niedrigen Temperaturen sogar besser als im Hochsommer.



In der Schweiz, wo Wintermonate oft klar und sonnig sind, kann eine gut gepflegte Anlage auch im Dezember oder Januar beachtliche Erträge liefern. Entscheidend ist jedoch, dass die Module nicht durch Schnee oder Eis blockiert werden, denn selbst eine Schneedecke von nur wenigen Zentimetern kann die Stromproduktion nahezu vollständig stoppen.

Schnee und Vereisung: Die Hauptprobleme im Winterbetrieb

Die grössten Hindernisse für den PV-Ertrag im Winter sind:

Schwarzes Icon einer Schneeflocke

Schneedecke

Eine geschlossene Schneeschicht auf den Modulen verhindert die Lichtdurchlässigkeit. Je nach Dachneigung und Schneemenge kann sie tagelang liegen bleiben, was nicht nur den Ertrag deutlich senken, sondern auch die PV-Anlage schädigen kann.

Schwarzes Icon einer Eisflocke

Vereisung

Gefrierender Regen oder Tauwasser, das über Nacht gefriert, bildet eine Eisschicht auf den Modulen. Diese ist oft sogar noch hartnäckiger als Schnee und kann die Oberfläche beschädigen

Schwarzes Icon eines Thermometers

Temperaturschwankungen

Ein starker Wechsel zwischen Frost und Tauwetter führen zu einer mechanischen Belastung der Modulrahmen und Befestigungen.

Schwarzes Icon eines Gewichts

Schneelast

Besonders in alpinen Regionen kann die Schneelast auf dem Dach zur Gefahr werden, wenn sie nicht geräumt wird, und zwar nicht für die PV-Anlage, sonder für das gesamte Gebäude.

Auch wenn man an die Solaranlage meist eher im Frühling oder Sommer denkt, ist ein durchdachter Konzept für den Winterbetrieb wegen diesen Hindernissen unerlässlich, sowohl für die Sicherheit der Anlage als auch für ihre Wirtschaftlichkeit.

Solaranlage von Schnee befreien: Wann und wie?

Nun stellt sich die Frage, was man gegen Schnee und Eis auf einer Solaranlage machen kann. Das manuelle Räumen von Schnee auf Solarmodulen ist eine heikle Angelegenheit. Einerseits kann es den Ertrag deutlich steigern, andererseits birgt es Risiken für Mensch und Technik. Zum einen, weil man sich selbst in Gefahr bringen kann und zum anderen, weil man dabei die Module verkratzen oder beschädigen kann. Deshalb gilt: Schnee räumen macht Sinn, aber nur mit Bedacht.

Wann ist Schneeräumen sinnvoll?

Illustration eines Daches mit Schindelziegeln.

Bei flachen Dachneigungen (<30°), wo der Schnee nicht von selbst abrutscht

Schwarzes Icon einer Schneeflocke

Nach starkem Schneefall, wenn die Module vollständig bedeckt sind

Schwarzes Icon mit Blitz

Bei hohem Eigenverbrauch, um möglichst viel Strom selbst zu nutzen

Schwarzes Icon mit Eisflocke

Vor längeren Frostperioden, um Vereisung zu verhindern

Wie sollte Schnee entfernt werden?

Schwarzes Icon einer Feder

Nur mit weichen Geräten: Teleskopstangen mit Gummilippe oder spezielle Schneeschieber für PV-Anlagen

Schwarzes Icon eines Zahnrades mit Pfeil nach unten

Kein Druck auf die Module ausüben: Keine harten Bürsten oder Schaufeln verwenden

Schwarzes Icon mit chemischen Mitteln

Keine chemischen Mittel oder Streusalz: Diese können die Moduloberfläche beschädigen

Schwarzer Pfeil zeigt nach oben

Von unten nach oben arbeiten, um das Abrutschen zu kontrollieren

Schwarzes Schutzschild-Icon mit Haken in der Mitte

Nur bei sicherem Zugang und einer stabilen Dachfläche

Sicherheit beim Schneeräumen: Unverzichtbar

Die Sicherheit steht beim Schneeräumen an erster Stelle. Die Kombination aus glatten Flächen, kalten Temperaturen und Dachhöhe ist gefährlich, besonders für alle, die keine Erfahrung mit der Wartung von Solaranlagen haben. Wer trotzdem selbst Hand anlegen möchte, muss folgende Punkte beachten:

Häkchen

Absturzsicherung verwenden: Auffanggurt, Seilsicherung und rutschfeste Schuhe sind Pflicht

Häkchen

Nur bei Tageslicht und guter Sicht arbeiten

Häkchen

Keine Arbeiten bei starkem Wind oder Schneefall

Häkchen

Dachstatik prüfen: Ist das Dach für zusätzliche Belastung durch Personen und Schnee ausgelegt?

Häkchen

Elektrische Komponenten meiden: Keine Kabel oder Steckverbindungen berühren

In vielen Fällen ist es sinnvoller, einen Fachbetrieb wie die Solarpower Care AG zu beauftragen, besonders bei schwer zugänglichen Dächern oder grossen Anlagen, um die Risiken zu meiden und mit überschaubaren Kosten eine deutlich bessere Leistung zu erreichen.

Fachbetriebe für Winterpflege: Warum sich Profis lohnen

Professionelle Dienstleister wie die Solarpower Care AG bieten in der Schweiz spezielle Winterservices für PV-Anlagen an. Diese beinhalten:

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Schneeräumung mit geeigneten Geräten

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Kontrolle der Moduloberflächen auf Schäden oder Risse

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Prüfung der Befestigungen und Unterkonstruktion

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Dokumentation für Versicherungen oder Förderstellen

Häkchen

Beratung zur Optimierung des Winterbetriebs

Die Kosten für solche Services sind überschaubar und stehen in gutem Verhältnis zum potenziellen Mehrertrag. Besonders bei Anlagen mit hohem Eigenverbrauch oder Einspeisevergütung lohnt sich die Investition.

Intelligente Lösungen: Technik gegen Schnee

Neben manueller Räumung gibt es auch technische Ansätze, um Schnee und Eis zu vermeiden oder schneller zu entfernen. Ob diese Optionen auf Ihre Anlage zutreffen, sollten Sie mit einem Fachbetrieb oder direkt mit dem Hersteller Ihrer Solaranlage abklären:

Oranger Kreis mit der Zahl 1

Heizsysteme

Einige Anlagen sind mit integrierten Heizfolien oder Heizdrähten ausgestattet, die bei Frost aktiviert werden. Sie helfen, Eisbildung zu verhindern und Schnee schneller zu schmelzen. Diese Systeme sind jedoch kostenintensiv und lohnen sich vor allem bei kritischen Standorten.

Oranger Kreis mit der Zahl 2

Hydrophobe Beschichtungen

Moderne Module verfügen teils über spezielle Oberflächen, die Schnee und Wasser schlechter haften lassen. Dadurch rutscht Schnee schneller ab, was besonders bei steilen Dachneigungen effektiv sein kann.

Oranger Kreis mit der Zahl 3

Monitoring & Alarmierung

Ein gutes Monitoring-System erkennt Schnee- oder Eisprobleme frühzeitig. Sinkt der Ertrag bei hoher Einstrahlung, kann das ein Hinweis auf Verschattung durch Schnee sein. Eine automatische Alarmierung informiert den Betreiber und ermöglicht schnelles Handeln.

Prävention statt Reaktion: Strategien vor dem ersten Schneefall

Wer seine PV-Anlage optimal auf den Winter vorbereiten möchte, sollte nicht erst handeln, wenn die Module bereits unter Schnee begraben sind. Eine vorausschauende Planung kann helfen, Ertragseinbussen zu vermeiden und die Sicherheit zu erhöhen. Dazu gehört zunächst die Kontrolle der Dachfläche und der Unterkonstruktion. Sind alle Befestigungen stabil? Gibt es potenzielle Schwachstellen, die bei Schneelast nachgeben könnten?


Auch die Installation eines Monitoring-Systems mit Wetterintegration ist sinnvoll. So können Betreiber frühzeitig auf Schneefall reagieren und gezielt Räumungen planen. In Regionen mit regelmässiger Schneebedeckung kann zudem über bauliche Anpassungen nachgedacht werden, wie zum Beispiel steilere Dachneigungen oder spezielle Modulbeschichtungen, die das Abrutschen erleichtern.



Ausserdem sollte die Kommunikation mit dem Reinigungs- oder Wartungspartner bereits vor dem Winter stehen. Viele Fachbetriebe bieten Winterverträge oder Bereitschaftsdienste an, die eine schnelle Reaktion bei Schneefall ermöglichen. So wird aus einem potenziellen Problem eine planbare Aufgabe und die Anlage bleibt auch bei Minusgraden leistungsfähig, da die Sonne uneingeschränkt zu den Modulen gelangen kann.

Private vs. gewerbliche Anlagen: Unterschiede im Winterbetrieb

Der entscheidende Unterschied, ob sich das Schneeräumen für einen besseren Winterbetrieb lohnt, liegt darin, ob es sich um private Haus- und Anlagenbesitzer oder gewerbliche Betreiber handelt. Beide haben spezifische Anforderungen an ihre PV-Anlagen im Winter:

Private Anlagen

Die Anlagen sind meist kleiner, mit einem starken Fokus auf Eigenverbrauch. Die Schneeräumung lohnt sich vor allem bei hoher Stromnutzung im Winter zum Beispiel, wenn eine Wärmepumpe oder andere elektrische Geräte verwendet wird.

Gewerbliche Anlagen

Bei diesen sind die Solarmodule meist grosse Flächen, oft mit Einspeisevergütung oder direkter Versorgung von Produktionsprozessen. Hier ist der Winterertrag betriebsrelevant und eine professionelle Pflege unverzichtbar, um die Wirtschaftlichkeit zu erhalten.

In beiden Fällen gilt, dass wer seine Solaranlage Schnee räumen lässt oder selbst aktiv wird, sichert sich nicht nur mehr Strom, sondern auch mehr Sicherheit und eine langfristige Leistung.

Versicherungen und Garantiebedingungen im Winter

Zusätzlich zu den Ertragseinbussen verlangen viele Schweizer Versicherungen eine regelmässige Kontrolle und Pflege der PV-Anlage und das gilt auch für den Winter. Schäden durch Schneelast, Vereisung oder eine unsachgemässe Räumung können nur dann reguliert werden, wenn die Pflege von einem Fachbetrieb dokumentiert ist.


Auch Modulhersteller knüpfen ihre Garantiebedingungen an bestimmte Pflegevorgaben. Wer mit ungeeigneten Geräten arbeitet oder die Module beschädigt, verliert unter Umständen den Garantieanspruch.



Deshalb ist es wichtig, alle Wintermassnahmen zu dokumentieren, idealerweise mit Fotos, Berichten und Rechnungen von Fachbetrieben.

Winterpflege ist Pflicht – für Ertrag und Sicherheit

Die kalte Jahreszeit ist kein Grund, die PV-Anlage sich selbst zu überlassen. Im Gegenteil: Mit der richtigen Strategie lässt sich auch im Winter wertvoller Solarstrom erzeugen. Wer seine Solaranlage Schnee räumen lässt schützt nicht nur die Technik, sondern auch die eigene Investition. Bei Eigenleistungen sollte man aber mit Vorsicht vorgehen und alle Risiken berücksichtigen.


Es kann sich um eine manuelle Räumung, andere technische Lösungen oder einen professionellen Service handeln, entscheidend ist jedoch, dass die Massnahmen sicher, effektiv und dokumentiert sind. Besonders in der Schweiz, mit ihren vielfältigen klimatischen Bedingungen, ist die Winterpflege ein zentraler Bestandteil eines jeden PV-Betriebs.


Sichern Sie sich maximale Leistung, auch bei Schnee und Eis und kontaktieren Sie die Solarpower Care AG, Ihren Partner für die sichere und professionelle Winterpflege von PV-Anlagen.

FAQ – Ihre Fragen, unsere Antworten

  • Muss ich Schnee immer sofort entfernen?

    Nicht zwingend. Bei steilen Dächern rutscht Schnee oft von selbst ab. Bei flachen Neigungen oder hohem Eigenverbrauch lohnt sich frühzeitiges Räumen, um eine Vereisung zu vermeiden. Nach dem Winter sollte ausserdem eine Reinigung durchgeführt werden.

  • Kann Schnee die Module beschädigen?

    Ja, vor allem bei hoher Schneelast oder Vereisung. Eine regelmässige Kontrolle schützt vor Langzeitschäden.

  • Ist die Stromproduktion im Winter überhaupt relevant?

    Absolut. Die kalte Luft im Winter verbessert die Effizienz der Solaranlage, und bei klarer Witterung sind gute Erträge möglich, vorausgesetzt jedoch, die Module sind schneefrei.

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