Demineralisiertes Wasser & Bürsten: Schonend reinigen ohne Rückstände
Die Reinigung von Solaranlagen ist ein essenzieller Bestandteil der Wartung, die jede dieser Anlagen regelmässig braucht. Sie trägt nicht nur zur Ertragsoptimierung bei, sondern auch zur Werterhaltung Ihrer Investition. Doch nicht jede Reinigungsmethode ist gleich effektiv oder materialschonend. Wer langfristig auf Qualität setzt, kommt an einem bewährten Verfahren nicht vorbei und sollte seine Solaranlage reinigen mit demineralisiertem Wasser in Kombination mit einem hochwertigen Bürstensystem.
In diesem Beitrag erfahren Sie, warum diese Methode aktuell als Standard gilt, wie Osmose-Technik dabei eine bedeutende Rolle spielt, und weshalb die richtige Glaspflege bei Photovoltaik mehr ist als nur eine Oberflächenreinigung.
Warum demineralisiertes Wasser der Schlüssel zur rückstandsfreien Reinigung ist
Demineralisiertes Wasser wird auch als entmineralisiertes oder vollentsalztes Wasser bezeichnet. Dabei handelt es sich, wie der Name schon sagt, um Wasser, dem sämtliche gelösten Mineralien und Salze entzogen wurden. Das Ergebnis ist eine hochreine Flüssigkeit, die bei der Reinigung keine Rückstände hinterlässt und besonders sanft zu empfindlichen Oberflächen ist. Genau deshalb eignet es sich besonders für die Oberflächenreinigung von Solarmodulen.
Vorteile gegenüber Leitungswasser:
Keine Kalkflecken oder Schlieren nach der Reinigung
Keine chemischen Rückstände
Keine Korrosion an Metallteilen
Keine Beeinträchtigung der Modulbeschichtung
Leitungswasser enthält je nach Region hohe Mengen an Calcium, Magnesium und anderen Mineralien. Diese setzen sich beim Trocknen als weisse Flecken ab und können langfristig die Lichtdurchlässigkeit der Glasoberfläche beeinträchtigen, was die Leistung der Photovoltaikanlage einschränken kann. Demineralisiertes Wasser hingegen verdunstet rückstandsfrei und sorgt für ein makelloses Finish, da kein Trockenwischen notwendig ist.
Osmose-Technik: Die Wissenschaft hinter der Wasseraufbereitung
Die Herstellung von demineralisiertem Wasser erfolgt häufig durch Umkehrosmose. Dabei handelt es sich um ein physikalisches Verfahren, bei dem das Wasser unter Druck durch eine semipermeable Membran gepresst wird. Dabei bleiben gelöste Salze, Metalle und organische Stoffe zurück, während nur reines Wasser die Membran passieren kann.
Vorteile gegenüber Leitungswasser:
Hohe Reinheit ohne chemische Zusätze
Umweltfreundlich und nachhaltig
Ideal für empfindliche Oberflächen wie das Glas eines Solarmoduls
Kombinierbar mit mobilen Reinigungssystemen
Moderne Reinigungsfirmen setzen auf kompakte Osmoseanlagen, die direkt vor Ort betrieben werden können. So wird das benötigte Reinigungswasser frisch erzeugt und muss weder transportiert noch gelagert werden und braucht auch keine Zusatzstoffe.
Bürstensysteme: Mechanische Reinigung mit maximaler Materialschonung
Neben dem Wasser spielt das richtige Bürstensystem eine entscheidende Rolle. Denn selbst das reinste Wasser kann hartnäckige Verschmutzungen wie Vogelkot, Pollen oder Industrieablagerungen nicht allein entfernen. Dank der speziellen Bürsten werden keine chemischen Stoffe zur Lösung der Verschmutzungen oder Ablagerungen gebraucht. Die mechanische Komponente sorgt für die nötige Reibung, jedoch ohne die empfindliche Glasoberfläche zu beschädigen.
Merkmale hochwertiger Bürstensysteme:
Weiche, abriebfeste Borsten (z. B. Nylon oder Rosshaar)
Rotierende Bürstenköpfe für eine gleichmässige und schonende Reinigung
Teleskoparme für variable Dachhöhen
Wasserdurchfluss direkt durch die Bürste
Die Kombination aus rotierender Bewegung und kontinuierlichem Wasserfluss sorgt dafür, dass Schmutzpartikel gelöst und sofort abgespült werden, ohne dass sie über die Oberfläche geschliffen werden. Das minimiert das Risiko von Mikrokratzern und erhält die optische und funktionale Qualität der Module.
Achtung: Bitte niemals selbst mit einer beliebigen Bürste oder einem anderen Reinigungsgerät ein Solarmodul bürsten oder abwischen, da dadurch schwerwiegende Schäden auf der empfindlichen Oberfläche entstehen können.
Glaspflege bei Solarmodulen: Mehr als nur Sauberkeit
Solarmodule bestehen aus speziell gehärtetem Glas, das nicht nur lichtdurchlässig, sondern auch witterungsbeständig und mechanisch belastbar ist. Das bedeutet aber nicht, dass man ein Solarmodul irgendwie bearbeiten kann, denn die Oberfläche ist sehr empfindlich gegenüber chemischen Einflüssen, Abrieb und thermischen Spannungen. Ausserdem muss das Glas besonders klar und streifenfrei sein, damit die Solaranlage die bestmögliche Leistung bringen kann.
Warum die Glaspflege entscheidend ist:
Erhalt der Lichtdurchlässigkeit
Schutz vor Oberflächenkorrosion
Vermeidung von Mikrokratzern
Verlängerung der Lebensdauer der Module
Demineralisiertes Wasser in Verbindung mit einem sanften Bürstensystem ist die einzige Methode, die sowohl reinigt als auch pflegt, ohne die Glasstruktur anzugreifen. Chemische Reinigungsmittel, Hochdruckreiniger oder abrasive Schwämme sind dagegen riskant und können irreparable Schäden verursachen.
Anwendung in der Praxis: So funktioniert die Reinigung Schritt für Schritt
Die professionelle Reinigung mit demineralisiertem Wasser und einem speziellen Bürstensystem folgt einem klaren Ablauf, der maximale Effizienz und Sicherheit gewährleistet.
Vorbereitung
Sichtprüfung der Anlage, Aufbau der Sicherheitsausrüstung
Wasseraufbereitung
Erzeugung von demineralisiertem Wasser mit einer speziellen Osmoseanlage
Reinigung
Modul für Modul mit rotierender Bürste und Wasserzufuhr
Nachkontrolle
Prüfung auf Rückstände, Dokumentation der Reinigung
Trocknung
Rückstandsfreies Verdunsten des Wassers ohne manuelles Abwischen, um Streifen zu vermeiden
Dieser Ablauf ist nicht nur effizient, sondern auch zeitsparend. Eine 50 m²-Anlage kann in weniger als zwei Stunden vollständig gereinigt werden, inklusive Vorbereitung, Aufbau und Abbau.
Wirtschaftlichkeit: Warum sich die Investition in eine professionelle Reinigung lohnt
Die Reinigung durch ein professionelles Unternehmen wie die Solarpower Care AG, die mit demineralisiertem Wasser und einem speziellen Bürstensystem arbeitet, zahlt sich langfristig aus. Denn Module produzieren bis zu 30 % mehr Strom nach einer Reinigung und das kann man direkt messen.
Wirtschaftliche Vorteile:
Bis zu 30 % mehr Stromertrag pro Jahr
Keine Reparaturkosten durch Oberflächenschäden durch eine Reinigung in Eigenleistung
Erhalt von Garantieansprüchen durch eine dokumentierte Pflege
Höherer Wiederverkaufswert der Anlage
Gerade bei Eigenverbrauchsanlagen oder Einspeisevergütung zählt jede Kilowattstunde, die durch die Solaranlage produziert wird. Besitzer, die ihre Anlagen regelmässig professionell reinigen lassen, steigern nicht nur die Effizienz, sondern auch die Rentabilität ihrer Investition.
Nachhaltigkeit: Umweltfreundlich reinigen ohne Chemie
Ein weiterer Vorteil der Reinigung mit demineralisiertem Wasser ist die Umweltverträglichkeit. Da keine chemischen Reinigungsmittel verwendet werden, entsteht kein belastetes Abwasser. Das verdunstete Wasser hinterlässt keine Rückstände, weder auf der Anlage noch in der Umgebung.
Nachhaltige Aspekte einer professionellen Reinigung:
Kein Einsatz von Tensiden oder Lösungsmitteln
Keine Belastung für Pflanzen, Tiere oder Grundwasser
Geringer Wasserverbrauch durch gezielte Dosierung
Energieeffiziente Osmoseanlagen mit geringem Strombedarf
Für Betreiber, die Wert auf ökologische Verantwortung legen, ist diese Methode die ideale Wahl, besonders in Kombination mit Regenwassernutzung oder Solarpumpen.
Wann ist die Reinigung sinnvoll?
Nicht jede Anlage muss gleich häufig gereinigt werden. Der Reinigungsbedarf hängt von Standort, der Dachneigung, der Umgebung und der Jahreszeit ab. Eine regelmässige Sichtkontrolle und die Auswertung von
Monitoring-Daten helfen, den optimalen Zeitpunkt zu bestimmen.
Typische Reinigungsintervalle:
Stadtgebiet
2× jährlich (Frühling und Herbst)
Ländliche Region
1× jährlich (nach Pollenflug)
Industriegebiet
3× jährlich (hohe Feinstaubbelastung)
Alpenregion
1× jährlich (nach Schneeschmelze)
Demineralisiertes Wasser eignet sich besonders für die Frühjahrsreinigung, da es Pollen und organische Rückstände effektiv entfernt, ohne die Oberfläche zu belasten.
Selbstreinigung oder Fachbetrieb?
Viele Betreiber fragen sich, ob sie die Reinigung selbst durchführen können. Grundsätzlich ist das möglich. Das Problem besteht aber darin, dass sowohl die richtige Ausrüstung notwendig ist als auch die nötigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden müssen. Ausserdem besteht die Gefahr, dass durch die falsche Technik die Oberfläche beschädigt wird.
Zugang zu Osmoseanlage oder demineralisiertem Wasser
Geeignetes Bürstensystem mit Teleskoparm
Sicherheitsausrüstung für Dacharbeiten
Erfahrung im Umgang mit empfindlichen Oberflächen
Voraussetzungen für Eigenreinigung:
Wer diese Voraussetzungen nicht erfüllt, sollte auf einen Fachbetrieb setzen. Professionelle Anbieter bringen nicht nur die Technik mit, sondern auch das Know-how für eine sichere und effektive Reinigung.
Rückstandsfreie Reinigung mit maximaler Sorgfalt
Die Kombination aus demineralisiertem Wasser und einem hochwertigen Bürstensystem ist die effektivste und zugleich schonendste Methode zur Reinigung von Solaranlagen. Sie schützt die empfindliche Glasoberfläche, verhindert Rückstände wie Kalk oder Schlieren und sorgt für eine dauerhaft hohe Lichtdurchlässigkeit, ohne chemische Belastung oder mechanische Schäden.
Dank moderner Osmose-Technik lässt sich das benötigte Wasser direkt vor Ort erzeugen, was die Methode nicht nur effizient, sondern auch nachhaltig macht. In Verbindung mit einer professionellen Glaspflege trägt sie entscheidend zur Werterhaltung Ihrer Photovoltaikanlage bei und steigert den Stromertrag messbar.
Wenn Sie Ihre Solaranlage professionell, schonend und nachhaltig pflegen möchten, setzen Sie auf die Kombination aus demineralisiertem Wasser und hochwertigen Bürstensystemen. Die Solarpower Care AG bietet Ihnen massgeschneiderte Reinigungslösungen.
Kontaktieren Sie uns noch heute für ein unverbindliches Angebot oder eine persönliche Beratung. Ihre Module verdienen Pflege, die wirkt und wir sorgen dafür, dass sie wieder volle Leistung bringen.
FAQ – Ihre Fragen, unsere Antworten
Ist demineralisiertes Wasser dasselbe wie destilliertes Wasser?
Nein. Beide sind mineralfrei, aber destilliertes Wasser wird durch Verdampfung gewonnen, während demineralisiertes Wasser meist durch Ionenaustausch oder Osmose erzeugt wird. Für die Solaranlagenreinigung ist demineralisiertes Wasser besser geeignet, da es günstiger und umweltfreundlicher produziert werden kann.
Kann ich Osmosewasser auch für andere Zwecke verwenden?
Ja, z. B. für Fensterreinigung, Fahrzeugpflege oder Aquarien. Es ist vielseitig einsetzbar, solange keine Trinkwasserqualität erforderlich ist.
Wie erkenne ich, ob meine Module Rückstände haben?
Typische Anzeichen für Rückstände auf Modulen sind Schlieren, matte Stellen oder weisse Flecken nach Regen. Auch ein plötzlicher Leistungsabfall kann auf Verschmutzung hinweisen.
Kann demineralisiertes Wasser die Antireflexbeschichtung meiner Solarmodule beschädigen?
Nein, ganz im Gegenteil. Demineralisiertes Wasser ist besonders sanft und frei von aggressiven Mineralien oder chemischen Zusätzen, die die Antireflexbeschichtung angreifen könnten. Es reinigt die Oberfläche, ohne die lichtoptimierende Schicht zu beeinträchtigen, und trägt damit zum langfristigen Erhalt der Modulleistung bei.
Wie unterscheidet sich die Reinigung mit demineralisiertem Wasser bei älteren Solaranlagen?
Bei älteren Anlagen ist die Glasoberfläche oft empfindlicher, da die Schutzschichten durch Witterungseinflüsse und UV-Strahlung über die Jahre abgebaut wurden. Die Reinigung mit demineralisiertem Wasser ist hier besonders empfehlenswert, da sie keine zusätzlichen Belastungen erzeugt. In Kombination mit weichen Bürsten lässt sich auch bei älteren Modulen eine gründliche, aber schonende Reinigung durchführen, ohne das Risiko von Mikrokratzern oder chemischen Reaktionen.











