Sicherheit bei der PV-Reinigung: Do’s & Don’ts für Eigentümer
Die Reinigung von Photovoltaikanlagen ist ein oft unterschätzter, aber entscheidender Bestandteil der Anlagenpflege. Verschmutzte Module verlieren an Effizienz, da Ablagerungen wie Staub, Pollen, Vogelkot oder Industrieemissionen den Ertrag um bis zu 20 % mindern. Doch wer selbst zu Wasser und Bürste greift, sollte sich der Risiken bewusst sein. Denn die Solaranlage Reinigung Sicherheit ist kein Nebenthema, sondern zentral für den Schutz von Mensch und Technik.
In diesem Artikel erfahren Sie, worauf Eigentümer bei der Reinigung ihrer PV-Anlage achten müssen, welche Gefahren lauern und warum es oft sinnvoller ist, einen Profi zu beauftragen. Wir erklären Ihnen Begriffe wie Absturzsicherung, Elektrogefahr und sichere Arbeitsmethoden praxisnah erklärt, damit Sie ein sauberes Ergebnis erhalten, jedoch ohne böse Überraschungen.
Warum die Reinigung überhaupt notwendig ist
Photovoltaikmodule sind zwar robust und wetterfest, aber nicht selbstreinigend. Regen allein reicht oft nicht aus, um hartnäckige Ablagerungen zu entfernen. Besonders in der Schweiz, wo Anlagen in landwirtschaftlichen, städtischen oder alpinen Regionen installiert sind, ist die Verschmutzungsrate hoch.
In Städten lagert sich Feinstaub ab.
In ländlichen Gebieten sind Pollen, Ammoniak und Staub aus Stallungen ein Problem.
In Höhenlagen kann sich Schnee, Eis oder Staub festsetzen
Die Folge ist, dass weniger Licht auf die Solarzellen gelangt und der Wirkungsgrad sinkt. Eine regelmässige Reinigung ist also kein Luxus, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Doch sie muss sicher erfolgen, denn die Risiken und die Gefahr für Mensch und die Technik sind real.
Die unterschätzten Gefahren bei der PV-Reinigung
Wer eine Solaranlage reinigt, bewegt sich in einem Spannungsfeld aus Höhe, Strom und empfindlicher Technik.
Zu den grössten Risiken gehören:
Absturzgefahr
Viele PV-Anlagen befinden sich auf Dächern, die oft steil, rutschig und schwer zugänglich sind. Ohne eine professionelle Absturzsicherung kann ein falscher Schritt tatsächlich lebensgefährlich sein. Besonders gefährlich sind:
- Nasse oder vereiste Dachflächen
- Unzureichende Trittsicherheit
- Fehlende Geländer oder Sicherungspunkte
Schon ein Sturz aus nur wenigen Metern kann schwere Verletzungen verursachen. Deshalb ist die Arbeit auf dem Dach nur mit entsprechender Schutzausrüstung und Erfahrung zu empfehlen.
Elektrogefahr
Auch wenn PV-Anlagen keine beweglichen Teile haben, führen sie Strom und das bei Sonneneinstrahlung sogar sehr viel. Wer mit Wasser oder Reinigungsmitteln hantiert, riskiert:
- Stromschläge durch beschädigte Kabel oder Steckverbindungen
- Kurzschlüsse bei unsachgemässer Reinigung
- Schäden an Wechselrichtern oder Modulen
Die Elektrogefahr ist besonders tückisch, weil sie oft unterschätzt wird. Selbst bei abgeschaltetem Wechselrichter kann Gleichstrom auf den Leitungen liegen.
Technische Schäden
Ungeeignete Reinigungsmittel, harte Bürsten oder zu hoher Wasserdruck können die Module beschädigen. Kratzer auf der Glasoberfläche mindern die Lichtdurchlässigkeit dauerhaft, was schwerwiegende Konsequenzen für den Stromertrag mit sich bringt. Auch die Unterkonstruktion, Kabel und Steckverbindungen sind empfindlich gegenüber mechanische Belastung.
Do's: Was Eigentümer bei der Reinigung beachten sollten
Wer seine Solaranlage selbst reinigen möchte, sollte sich gut vorbereiten. Die folgenden Punkte sind essenziell für eine sichere und effektive Reinigung:
Vorab sollten die folgende Punkte geprüft werden
Ist das Dach sicher begehbar?
Gibt es geeignete Sicherungspunkte für eine Absturzsicherung?
Sind alle elektrischen Komponenten intakt und trocken?
Persönliche Schutzausrüstung verwenden
Sicherheitsgeschirr mit Seil und Auffangurt
Rutschfeste Schuhe
Helm und Handschuhe
Bei starker Verschmutzung frühzeitig handeln
Vogelkot, Pollen oder Industrieablagerungen sollten nicht monatelang auf den Modulen bleiben
Frühzeitige Reinigung verhindert dauerhafte Schäden
Wetter beachten
Reinigung nur bei trockener Witterung
Keine Arbeiten bei starkem Wind, Regen oder direkter Mittagssonne
Don’ts: Was unbedingt vermieden werden sollte
Wenn Sie alle eben genannten Punkte überprüft haben und diese erfüllen, sollten Sie auch die folgenden Aspekte mit Sorgfalt lesen. Viele Fehler bei der PV-Reinigung entstehen aus Unwissenheit oder falschem Ehrgeiz. Die folgenden Punkte sollten unbedingt vermieden werden:
Ohne Sicherung aufs Dach steigen
Selbst flache Dächer können gefährlich sein. Ohne Absturzsicherung ist jede Reinigung ein Risiko.
Mit ungeeigneten Geräten arbeiten
Hochdruckreiniger, aggressive Chemikalien oder harte Bürsten können die Module beschädigen und nicht nur die Leistung, sondern auch die Garantie gefährden.
Elektrische Komponenten berühren
Wechselrichter, Kabel oder Steckverbindungen sollten nicht gereinigt oder geöffnet werden, denn hier besteht akute Elektrogefahr.
Reinigung bei laufender Anlage
Die Anlage sollte während der Reinigung möglichst abgeschaltet sein, insbesondere bei direkter Sonneneinstrahlung.
Warum es sinnvoll ist, einen Profi zu beauftragen
Die Reinigung von PV-Anlagen ist kein typischer Hausmeisterjob und ist auch nicht einfach von jeder handwerklich begabten Person einfach durchzuführen. Sie erfordert Fachwissen, Erfahrung und eine professionelle Ausrüstung. In der Schweiz gibt es zahlreiche spezialisierte Unternehmen, die sich auf die Reinigung und Wartung von Solaranlagen konzentrieren.
Vorteile eines Fachbetriebs:
Professionelle Absturzsicherung und Arbeitsschutz
Geschultes Personal mit Erfahrung in der PV-Technik
Dokumentation der Reinigung für Versicherungen oder Förderstellen
Früherkennung von Schäden oder Leistungsverlusten
Ein Beispiel: Ein Reinigungsunternehmen nutzt in verschiedenen Fällen spezielle Teleskoparme mit entmineralisertem Wasser, um die Module schonend aus einer gewissen Entfernung zu reinigen, oftmals ganz, ohne das Dach zu betreten. Das spart Zeit, reduziert Risiken und schützt die Technik.
Besonderheiten in der Schweiz
Die Schweiz bringt einige spezifische Herausforderungen mit sich, die bei der Sicherheit der Solaranlagen-Reinigung berücksichtigt werden müssen.
Alpine Regionen
Schneelasten, Eisbildung und steile Dächer erfordern besondere Sicherungssysteme.
Städtische Gebiete
Zugang zu Flachdächern ist oft nur über enge Schächte oder Treppen möglich, hier sind mobile Sicherungssysteme gefragt.
Landwirtschaftliche Betriebe
Hohe Ammoniakbelastung und Staub erfordern eine häufigere Reinigung und spezielle Mittel
Zudem gelten in der Schweiz strenge Arbeitsschutzvorschriften. Wer gewerblich reinigt, muss sich an die SUVA-Richtlinien halten, wie zum Beispiel zur Absturzsicherung, zum Umgang mit Strom und zur Dokumentation der Arbeit.
Reinigung als Teil des Wartungskonzepts
Die Reinigung sollte nicht isoliert betrachtet werden, sondern als Bestandteil eines umfassenden Wartungskonzepts. In Kombination mit Monitoring, Inspektion und technischer Prüfung entsteht ein ganzheitlicher Ansatz zur Ertragsoptimierung.
Viele Schweizer Dienstleister bieten deshalb Servicepakete an, die Reinigung, Kontrolle und Reporting verbinden. So wird die Anlage nicht nur sauber, sondern auch sicher und effizient betrieben.
Reinigung und Versicherungen: Was Eigentümer wissen sollten
Die sichere und fachgerechte Reinigung einer Solaranlage ist nicht nur für die Leistung entscheidend, sondern spielt auch eine wichtige Rolle bei Versicherungsfragen und Garantieansprüchen. In der Schweiz verlangen viele Gebäudeversicherungen und PV-spezifische Policen den Nachweis regelmässiger Wartung und Reinigung, um im Schadensfall eine vollständige Deckung zu gewährleisten.
Ein Beispiel: Kommt es zu einem Kurzschluss oder Brandschaden infolge von verschmutzten oder beschädigten Modulen, prüfen Versicherer, ob die Anlage sachgemäss gepflegt wurde. Fehlt die Dokumentation oder wurde die Reinigung unsachgemäss durchgeführt, kann die Leistung gekürzt oder ganz verweigert werden.
Auch Modulhersteller knüpfen ihre Garantiebedingungen oft an bestimmte Pflegevorgaben. Wird etwa mit aggressiven Reinigungsmitteln gearbeitet oder die Oberfläche mechanisch beschädigt, erlischt die Produktgarantie. Deshalb ist es wichtig, sich vor der Reinigung über die Herstellervorgaben zu informieren oder direkt einen zertifizierten Fachbetrieb, wie Solarpower Care AG, zu beauftragen, der diese Standards kennt und einhält.
Wer auf Sicherheit setzt, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch seine Investition. Eine dokumentierte, professionelle Reinigung ist ein starkes Argument gegenüber Versicherern und ein beruhigender Faktor für jeden Eigentümer.
Wirtschaftlichkeit und langfristiger Nutzen der Reinigung
Die Reinigung von PV-Anlagen wird oft als Kostenfaktor betrachtet, dabei ist sie in vielen Fällen eine lohnende Investition. Studien zeigen, dass stark verschmutzte Module bis zu 20 % weniger Strom erzeugen. Bei einer 10-kWp-Anlage entspricht das einem jährlichen Verlust von rund 2'000 kWh, was in der Schweiz je nach Strompreis einem finanziellen Nachteil von mehreren Hundert CHF entspricht.
Ein professioneller Reinigungsdienst kann diesen Ertragsverlust nicht nur verhindern, sondern oft sogar rückgängig machen. Besonders bei Anlagen mit hohem Eigenverbrauch oder Einspeisevergütung lohnt sich die regelmässige Reinigung doppelt: Sie steigert die Wirtschaftlichkeit und verbessert die CO₂-Bilanz.
Auch die Lebensdauer der Anlage profitiert. Ablagerungen wie Vogelkot oder Industriepartikel können die Moduloberfläche angreifen und langfristige Schäden verursachen. Durch eine frühzeitige Entfernung wird die Integrität der Module geschützt und damit auch die Investition.
Sicherheit geht vor - auch bei der Reinigung
Die Reinigung von PV-Anlagen ist wichtig, aber sie muss sicher erfolgen. Die Solaranlage Reinigung Sicherheit betrifft nicht nur den Eigentümer, sondern auch die Technik, die Umgebung und mögliche Mitnutzer des Gebäudes.
Wer selbst reinigt, muss sich der Risiken bewusst sein und entsprechend handeln. Wer einen Profi beauftragt,investiert in Qualität, Sicherheit und langfristige Leistung. Besonders in der Schweiz, mit ihren vielfältigen klimatischen und baulichen Bedingungen, ist die professionelle Reinigung oft die bessere Wahl.
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Denn Sicherheit beginnt auf dem Dach und endet beim Stromzähler.
FAQ – Ihre Fragen, unsere Antworten
Kann ich meine Anlage selbst reinigen?
Nur mit geeigneter Ausrüstung und Kenntnis der Risiken. Ohne Absturzsicherung und Schutz vor Elektrogefahr ist davon abzuraten.
Verliere ich die Garantie bei falscher Reinigung?
Ja. Eine unsachgemässe Reinigung kann zu Schäden führen, die von Herstellern oder Versicherungen nicht gedeckt werden. Deshalb sollten die Reinigungsempfehlungen des Modulherstellers unbedingt beachtet werden.
Was kostet eine professionelle PV-Reinigung in der Schweiz?
Die Preise variieren je nach Anlagengrösse, Standort und Verschmutzungsgrad. Für eine typische Einfamilienhausanlage liegen die Kosten meist zwischen CHF 200 und 500. Grössere gewerbliche Anlagen können entsprechend mehr kosten, profitieren aber auch stärker vom Ertragszuwachs.











